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Experimentelle Schmerzforschung

Psychobiologische Mechanismen chronischer Schmerzsyndrome der Skelettmuskulatur und Fibromyalgie und neuropathischer Schmerzsyndrome

Wir untersuchen die psychobiologische Mechanismen chronischer Schmerzsyndrome der Skelettmuskulatur wie chronischer Rückenschmerz und Fibromyalgie und neuropathischer Schmerzsyndrome wie der Phantomschmerz. Die bearbeiteten Fragestellungen gehen von Schmerzphysiologie und endogener Schmerzhemmung über Aufmerksamkeitseffekte bis hin zur Schmerzbehandlung. Bei der Behandlung chronischer Schmerzen ist die operante Verhaltenstherapie von Interesse, aber auch experimentelle Verfahren, die verschiedene Körperillusionen verwenden. Dabei ist z.B. die Spiegelboxillusion, die Gummihandillusion oder visuelles Echtzeit-Video-Feedback interessant. Zur Umsetzung dieser Illusionen wird auch die virtuelle und erweiterte Realität genutzt. Bei der Untersuchung dieser Phänomene kommen Verhaltensexperimente, aber auch Techniken wie die Elektroenzephalographie und die (funktionelle) Magnetresonanztomographie zum Einsatz.

Leitung: Prof. Martin Diers
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Benjamin Mosch

Laufende Projekte

  • InnovationsFoRUM: Effekte einer Open-label Placebo-Intervention auf die Schmerzverarbeitung und erlernte Antizipation – eine experimentelle fMRT-Studie beim Fibromyalgiesyndrom

  • FoRUM: Investigation of thalamic function, structure and neurochemistry in patients suffering from phantom limb pain

  • Modulationen der Schmerzverarbeitung durch Körperillusionen (Visuell-thermale Gummihand Illusion)

Abgeschlossene Projekte

  • Der Einfluss der Corona-Pandemie auf die Wahrnehmung der habituellen Schmerzen bei Patientinnen mit Fibromyalgie

  • Mercator Research Center Ruhr: Kleine Moleküle mit großer Wirkung: miRNAs in der Pathogenese der Fibromyalgie

  • DFG: Neuronale Korrelate von Kontrolle über Schmerz bei Patient:innen mit chronischen muskulären Schmerzen

  • Modulation der Schmerzwahrnehmung durch Aufmerksamkeit

  • FoRUM: Modulation der Körperwahrnehmung durch visuelles Feedback

Aktuelle Studie

MRT-Studie zu chronischen Schmerzen

Diese Studie widmet sich der Erforschung möglicher Effekte von „Open Label Placebos" (OLP). Placebos sind Präparate bzw. Medikamente, die keinen aktiven pharmazeutischen Wirkstoff haben und bei Gabe häufig dennoch einen positiven Effekt erzielen. „Open label" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Patientinnen offen darüber informiert werden, dass es sich bei dem eingenommenen Präparat nur um einen Placebo-Wirkstoff handelt. Welchen Effekt derartige OLPs bei Patientinnen mit Fibromyalgie haben und wie sich dieser Effekt auf neurophysiologischer Ebene abbildet, soll in unserer laufenden MRT-Studie erstmals untersucht werden.

Die Studie wird an 2 Messterminen am Institut für Forschung und Lehre in Bochum durchgeführt. Die Termine dauern jeweils ca. 2 - 2,5 Stunden. Dabei werden Teilnehmerinnen gebeten, einige Fragebögen auszufüllen und Prozesse im Körper einzuschätzen. Mittels MRT werden Aufnahmen vom Gehirn gemacht, um Mechanismen im Gehirn zu untersuchen, während verschiedene Reize (u.a. Hitzereize) präsentiert werden. Die Teilnahme wird mit 120 Euro entschädigt.

Gesucht werden gesunde Probandinnen ab 35 Jahren ohne Fibromyalgie oder sonstige chronische Schmerzerkrankungen.

Fragen oder Anmeldungen können gerne an folgende E-Mail-Adresse geschickt werden:

verhaltensmedizin@rub.de (Benjamin Mosch)