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LWL-Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin stellt neue ambulante Angebote vor

Hilfen bei seelischen Belastungen nach Magen-OP oder in Partnerschaften sowie bei Therapieplanung

Bochum (lwl). Die LWL-Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bietet neue Spezialsprechstunden in ihrer Ambulanz an, die gezielt und niederschwellig Menschen erreichen sollen, die zum Beispiel eine bariatrische Operation mit Magenverkleinerung hinter sich haben und psychologische Betreuung in der Nachsorge benötigen oder aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung Probleme in der Partnerschaft haben. Eine weitere Sprechstunde soll bei der Planung einer therapeutischen Behandlung beratend unter die Arme greifen.

„Mit unserem speziellen Angebot möchten wir auf einen Bedarf eingehen, der uns in unserem Therapiealltag immer wieder begegnet“, so Dr. Jan Dieris-Hirche, Ärztlicher Leiter der Institutsambulanz der LWL-Universitätsklinik Bochum für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. „Wir wollen für Themen und Fragen rund um Partnerschaft, Familie oder zur therapeutischen Behandlung einen einfachen Zugang schaffen mit Hilfen und Strategien, die sich die Ressourcen der Betroffenen zunutze machen.“

Mit einer bariatrischen OP können beispielsweise seelische Probleme einhergehen, die sich zunächst als „Achterbahn der Gefühle“ bemerkbar machen. „Der Kopf nimmt langsamer ab als der Körper“, erklärt Dieris-Hirche. „Die Waage zeigt zwar weniger an, aber der oder die Patient:in fühlt sich vielleicht gar nicht leichter an.“ Herausforderungen nach der bariatrischen OP sind zum Beispiel die Akzeptanz des neuen Körperbildes und die Folgen für den Selbstwert, die Partnerschaft und das soziale Leben. Auch Achtsamkeit beim Essen und das Neuerlernen des Gefühls der Sättigung können herausfordernd sein.

In die „Paar-Sprechstunde bei psychischen Belastungen und Störungen“ sind Paare eingeladen, bei denen ein Partnerteil psychisch erkrankt ist und in dessen Folge es zu Veränderungen in der Partnerschaft bzw. partnerschaftlichen Problemen kommen kann. Dabei stellen sich Fragen, inwiefern die Diagnose den gemeinsamen Alltag und die Gefühle beeinflusst oder wie der gesunde Partnerteil unterstützen kann, ohne sich selbst zu verlieren. In der Sprechstunde können in zwei Sitzungen erste Hilfen für eine stabilere Beziehung erarbeitet werden.

„Mit unserer Beratungssprechstunde zur Orientierung bei der Therapieplanung möchten wir Patient:innen über erste Fragen und Hürden helfen“, erläutert der Ambulanzleiter. Hier werden Fragen rund um den Therapieplatz, zu den unterschiedlichen psychotherapeutischen und medikamentösen Verfahren und schließlich auch zu den Berufsgruppen im Behandlungsteam geklärt.

Mit dem neuen ambulanten Angebot möchte das LWL-Universitätsklinikum Bochum eine Behandlungs- und Beratungslücke für seine psychosomatischen Patient:innen schließen. Zum weiteren Ambulanz-Angebot zählen seit vielen Jahren Spezialsprechstunden unter anderem zu Internetabhängigkeiten, Verhaltenssüchten, Diabetes und Psyche oder Essstörungen.

Interessierte für das neue Sprechstundenangebot können sich in der Ambulanz melden.

Kontakt
Telefon: 0234 5077-3333
E-Mail: ambulanz_psm@lwl.org

Alle psychosomatischen Sprechstundenangebote im Überblick: https://uk-bochum.lwl.org/de/klinik-fur-psychosomatische-medizin-psychotherapie/die-klinik/ambulanz/

Bildzeile:
Dr. Jan Dieris-Hierche ist Ärztlicher Leiter der Psychosomatischen Institutsambulanz. (Bild: LWL/Dietmar Wäsche)

Pressekontakt:
Rosa Sommer
LWL-Universitätsklinikum Bochum
Tel.: 0151 40635802
E-Mail: rosa.sommer@lwl.org
Alexandrinenstraße 1-3
44791 Bochum

LWL-Pressestelle
Tel.:   0251 591-235
Fax:   0251 591-4770
E-Mail: presse@lwl.org
Freiherr-vom-Stein-Platz 1
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