Was ist Instagram?
Instagram ist mit mehr als fünf Milliarden Nutzer:innen weltweit eine der beliebtesten Social Media-Plattformen. Diese wird von vielen Menschen, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, täglich und intensiv genutzt. Offiziell ist die von Kevin Systrom und Mike Krieger in San Francisco 2010 gegründete Plattform ab dem Alter von 13 Jahren erlaubt. Auf Instagram können Benutzer:innen Fotos und Videos teilen sowie durch Beiträge anderer Nutzer:innen scrollen. Hierzu gehören Inhalte von Freund:innen, prominenten Menschen, aber auch von Unternehmen, welche die Plattform als Konsumanregung ihrer Produkte nutzen. Interaktionen werden durch Likes, Kommentare und Direktnachrichten gefördert. Ähnlich wie bei TikTok bieten die Inhalte auf Instagram eine Vielzahl von Themen, die von Mode und Lifestyle über Rezepte bis hin zu inspirierenden Bildern reichen. Einzigartig macht die Social Media-Plattform ihre visuelle Ästhetik. Nutzer:innen können ihre Beiträge mit Filtern, Musik und kreativen Effekten gestalten, um ihre Persönlichkeit und Interessen zum Ausdruck zu bringen. Diese verführerische Vielseitigkeit kann zu einer stundenlangen Nutzung der App
führen, so dass das eigene Zeitgefühl verloren geht.
Im Gegensatz zu TikTok basiert das Anzeigen der Videos primär auf den Accounts, welchen man folgt. Auch hier besteht eine sogenannte „For You Page“ (FYP), auf der ein Algorithmus für den:die User:in zugeschnittene Inhalte anzeigt. Hier besteht die Möglichkeit, neue Accounts zu entdecken. Im Jahr 2016 wurden Instagram-Stories eingeführt, wodurch der eigene Alltag als Momentaufnahme für 24 Stunden hochgeladen werden kann. Für Selfies werden gerne Filter und Effekte genutzt, was in den bereits genannten visuell ästhetischen Aspekt von Instagram einspielt. 2020 folgten Instagram-Reels, welche mit den Funktionen von TikTok vergleichbar sind und somit auch mit den Gefahren der besagten App.
Gefahren und Herausforderungen von Instagram
Weitere potenzielle Gefahren und Herausforderungen von Instagram zeigen sich in folgenden Aspekten:
- Vergleichsdruck und Selbstbild: Durch die Vielzahl perfekt inszenierter Fotos auf Instagram können sich Nutzer:innen schnell mit anderen vergleichen. Dies kann den Selbstwert beeinflussen und den Druck erhöhen, einem bestimmten Schönheitsideal entsprechen zu wollen.
- Datenschutz und Privatsphäre: Die Offenheit von Instagram birgt Risiken für den Datenschutz. Essenziell ist, dass Nutzer:innen, insbesondere junge Menschen, ihre Privatsphäre-Einstellungen kennen und ihre persönlichen Informationen schützen. So wird beim Veröffentlichen einer Story mit einem markierten Standort häufig nicht bedacht, dass auch fremde Personen Einsicht in den aktuellen Aufenthalt haben und damit Informationen für – schlimmstenfalls – Stalking geboten wird.
- Zeitmanagement und übermäßige Nutzung: Der visuell ansprechende Inhalt auf Instagram kann einen in den Bann ziehen und zu übermäßiger Bildschirmzeit führen. Es ist wichtig, bewusst mit der Nutzung umzugehen und regelmäßige Pausen einzubauen.
- Authentizität vs. Inszenierung: Auf Instagram werden oft idealisierte Lebensstile präsentiert: scheinbar perfekte Beziehungen, „Super-Mütter“ mit einem durchstrukturierten Lebensalltag ohne Chaos, Freundschaften ohne Konflikte etc. Dies kann zu einem verzerrten Bild der Realität führen. Hierbei ist es wichtig, sich zu verdeutlichen, dass nicht alles, was auf Instagram gezeigt wird, der Realität entspricht.
Fazit: Instagram bietet viele kreative Möglichkeiten, sich auszudrücken und mit anderen zu interagieren. Dennoch ist es wichtig, die potenziellen Risiken im Blick zu behalten und einen ausgewogenen
Umgang mit der Plattform zu fördern.